Bretonische Getränke Spezialitäten

Praktisches Wissen

Bretonische Getränke Spezialitäten

Die Bretonen gelten als zurückhaltend, verschlossen und haben ihre eigene Sprache da verwundert es nicht, dass sie auch eigene bretonische Getränke Spezialitäten haben. Die Gabe Getränke selbst zu brauen sorgt für eine gewisse Unabhängigkeit. Dazu passen noch zwei weitere Eigenschaften der Bretonen – rebellisch und stur.

Alkoholfreie Bretonische Getränke

Vielleicht nicht dafür berühmt aber dennoch wichtig: die Bretagne hat trotz ihrer eher flachen Geographie, die ohne Berge auskommen muß, einige Trinkwasserquellen, die auch kommerziell genutzt werden. Außerdem gibt es seit ein paar Jahren die sog. Breizh Cola und andere Zuckerwässer mit Breizh als Prävix, die allerdings von urbretonischen Getränken weit entfernt sind.

Die Lait Ribot ist da schon eher in der Tradition bretonischer Bauern heimisch. Die Lait Ribot ist eine fermentierte Milch, die ihre deutsche Entsprechung in der Buttermilch hat. Ein kräftiges mildsalziges Aroma, das die Bretonen pur genießen oder in Milchshakes und natürlich in der Küche für Saucen, Kuchen, Galettes…


Apfelsaft und Cidre – bretonsicher Apfelwein

Durch das milde ozeanischen Klima findet in der Bretagne auch der Anbau von Äpfeln ideale Bedingungen. Daraus machen die regionalen Keltereien vorzügliche naturbelassene Säfte. Doch dient der Anbau der Äpfel hauptsächlich zur Herstellung des bekanntesten bretonischen Getränks, des Cidre. Hierfür gibt es eigens Apfelsorten mit dem typischen Cidre Geschmack.

Doch Cidre ist nich gleich Cidre. Es gibt den bretonischen Apfelwein in drei Varianten:

  • demi-sec, halbtrocken
  • sec, trocken
  • brut, trocken mit höherem Alkoholgehalt

Tipp: Kenner schwören auf Cidre aus den Gebieten um Cornouaille und Rance. Beim Kauf im Laden einfach auf die kontrollierte Herkunftsbezeichnung, AOC – Appellation d’Origine Controlée, achten.

Den Cidre bekommen Sie überall in Bars und Restaurants gekühlt aus der Bolée, einer kleinen Schale aus naturfarbenem Steingut. Dort bekommen Sie auch den Kir breton, Cidre mit Johannisbeerlikör (Crème de Cassis).

Lambig

Der Cidre dient auch als Grundlage zur Produktion anderer Getränke. Die bretonische Variante des Calvados, der Lambig wird aus doppelt destilliertem Cidre hergestellt. Lambig ist auch unter Fine de Bretagne oder Eau de vie de cidre bekannt und hat 40 % vol.

Pommeau de Bretagne

Wird frisch gepresstem Apfelsaft junger Lambig hinzugefügt entsteht daraus der Pommeau de Bretagne . In Eichenholzfässern gelagert, reift ein Aperitif beziehungsweise Digestif mit viel Apfelaroma, Fruchtsüße und angenehmer Säure, bei 17 % vol.


Druidischer Zaubertrank Chouchen

Schon die alten Druiden brauten aus Honig und Wasser ein alkoholisches Getränk. Seitdem hat sich an der Herstellung des Chouchen, des bretonischen Honigweins nicht viel geändert. Dabei wird Honig in Wasser aufgelöst und zur Gärung Apfelsaft hinzugefügt. Bei der natürlichen Gärung schafft es der Volumenalkohol auf 14 %.

Der Honigwein den die Germanen als Met kannten, steht heute als Hydromel in französichen Supermärkten im Spirituosenregal. Die Bretonen sagen zum Hydromel, Chouchen – der Zaubertrank der Druiden.


Bretonische Getränke – Whisky Breton

Was Insidern schon längst bekannt ist, dringt jetzt nach und nach ins Bewusstsein der Öffentlichkeit – guter Whisky kommt auch aus der Bretagne. Der Whiskey Breton wird von bislang vier Destillerien hergestellt.

Zum erstmal gab es 1987 einen Blended Whisky aus der Region. 1998 folgte dann der erste Armorik Single Malt aus 100 % gemälzter Gerste von der Destillerie Warenghem bei Lannion, Côtes d’Armor. Neben der bereits genannten Brennerei gibt es noch drei weitere Hersteller des Whisky de Bretagne:

  1. Glann ar Mor Distillery in Larmor Pleubian, Côtes d’Armor die auch Gin herstellt
  2. Distillerie des Menhirs bei Plomelin, Finistère, bekannt für 100% Buchweizen Whisky
  3. Kaerilis Brennerei auf der Belle Îsle en Mer, die neben ihrem Whisky de Belle-Isle auch Rhum veredelt

Bretonische Biere

Auf eine lange Tradition können die neuen Bierbrauer der Bretagne nicht zurück blicken. Zwar haben die Kelten schon Bier gebraut und irgendwie wurde auf der bretonischen Halbinsel immer Hopfen und Malz vergoren. Aber so wie wir es heute kennen, wird das Bier in der Bretagne erst nach der Wiederbelebung der alten Tradition in den 1980er Jahren hergestellt.

Seit dieser Zeit haben sich nach und nach kleine Bierbrauereien entwickelt, sog. Mikrobrauereien, die mit eigenen Ideen zum Teil alte Rezepturen neu auflegen. Mittlerweile gibt es etwa 30 dieser kleinen Brauereien, die alle mit verschiedenen, bisweilen skurilen Geschmacksrichtungen punkten wollen.

Buchweizen-, Torfrauchmalz-, Algen- oder auf Meerwasserbasis gebrautes bretonisches Bier

Im Restaurant oder in der Bar können Sie ein Bière pression bestellen. Das Bier vom Fass ist aber nicht zwangsläufig bretonisch. Gerade die bretonischen Biersorten werden vorwiegend in Flaschen angeboten. Achten Sie in den Getränkekarten auf die Bezeichnung Bière Breton und auch Bière Artisanale. Bekannte bretonische Brauereien sind die Brasserie Coreff, Britt, Lancelot, Tri Martolod…

Vielfältig – Bretonische Getränke

Die Auswahl der Getränkespezialitäten in der Bretagne ist groß auch wenn man Wein, für den Frankreich so berühmt ist, in der windumtosten Bretagne vergebens sucht. Allenfalls der Muscadet-Sèvre-et-Maine und der Gros Plant du Pays Nantais, zwei Weißweine, die südlich von Nantes angebaut werden, könnte man noch zur Bretagne zählen.

Doch liegen die Anbauflächen „nur“ auf dem Gebiet der historischen Bretagne. Zu Fisch und Meeresfrüchten sind die Weine aber eine Empfehlung!

Na dann Yec’hed mad!

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