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Bretonische-Spezialitäten

Bretonische Spezialitäten – Kulinarische Besonderheiten aus der Bretagne

Bretonische Spezialitäten? – Dass es in der Bretagne viel Spannendes und Interessantes zu entdecken gibt, haben Sie sicherlich schon gewußt. Dass die Bretagne auch kulinarisch einiges zubieten hat und sogar ein paar Überraschungen für seine Reisegäste bereit hält, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Weltberühmt ist die franzöische Küche, das ist kein Geheimnis. Ihr verdanken wir z. B. die Menüs, die vielen Gänge in der Haut Cuisine. Doch ist das Menü nicht nur der gehobenen Küche vorbehalten.

Die bretonische Küche ist einfach und praktisch – aber sie gleich als Hausmannskost zu bezeichnen wird ihr nicht gerecht. Denn bretonische Spezialitäten sind vielschichtig und dazu trägt die Lage der bretonischen Halbinsel maßgeblich bei.

Durch die Meeresnähe ist der Fischfang und die Küstenfischerei ein starkes Merkmal dieser Region. Fangfrisch bekommen Sie eine riesige Vielfalt an Fisch und Meeresfrüchten, die auch die Grundlage vieler bretonischer Spezialitäten bildet.

Bretonische Hummer, Meeresspinnen, Langusten und Jakobsmuscheln sind nur ein paar kulinarische Leckerbissen, die es in der Bretagne zu genießen gibt.

Austern – Huitre

In Deutschland kennt man die Auster fast ausschießlich aus der etwas feineren Gastronomie. In Frankreich und vor allem in der Bretagne ist die Auster ein ganz normales Lebensmittel und kommt regelmäßig auf den Tisch.

Vor der Küste im Bereich, in dem die Gezeiten für den Wechsel von Ebbe und Flut sorgen, werden die Austern in Körben gezüchtet. Früher hat man ausschließlich die heimischen europäischen Austern (Ostrea edulis) gezüchtet. Bis durch Krankheiten die Bestände stark zurück gingen.

Felsenauster – Huîtres creuses

Heute wird in der Bretagne überwiegend eine Art, die pazifische Felsenauster (Crassostrea gigas) gezüchtet. Diese werden überall auf Märkten, in Restaurants und im Supermarkt angeboten. Dort werden sie als Huîtres creuses bezeichnet.

Europäische Auster – Huîtres plates

Noch exklusiver als die Huîtres creuses ist die alte einheimische Sorte, die Huîtres plates. Die Huîtres plates werden immer noch gezüchtet, aber in viel kleineren Beständen, was sie zu etwas Besonderem macht.

Huîtres de Cancale

Die besten Austern kommen aus Cancale, sagen Feinschmecker aus aller Welt. In Cancale können Sie direkt am kleinen Hafen frische Austern verköstigen. Mit Blick auf die nahe gelegenen Austernbänke können Sie versuchen, ob Ihnen der Geschmack nach Meer und einer gewissen Unbeschreiblichkeit ebenso viel Wonne auf den Gaumen zaubert, wie den Gourmets.

Salz aus der Bretagne

Wassertropfen in Salz verwandeln, was für eine eigenwillige Idee. Dieser alchemistische Vorgang wurde von Mönchen vor über 1000 Jahren in die Bretagne gebracht und wird bis heute weitergeführt.

Guerande ist für sein Gros Sel, das grobe Meersalz und das Fleur de Sel, das besonders feine weiße Meersalz bekannt. Die Salinen, in denen das Salz gewonnen wird, bestehen aus einem Tonboden, der dem Salz eine eigene Charakternote verleiht.
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Der besondere Geschmack ist auch ein Grund dafür, warum Menschen in dem so weit nördlich gelegenen Gebiet Salz abbauen. Denn einfach ist es im gemäßigten Klima der Bretagne nicht, Salz zu gewinnen. Nicht mehr als an 40 Tagen im Jahr ist das überhaupt möglich.

Einen Ausflug in die Salzgärten von Guerande können Sie bei der Reisenomadin Sabine nachlesen.

Crêpe und Galette

Crêpe und Galette sind Pfannkuchen, aber Achtung nicht verwechseln! Crêpes werden traditionell auf einer runden, gusseisernen Platte gebacken und sind grundsätzlich süß. Der Crêpe zählt zu einem der bretonischen Exportschlager.

Aber vor den Crêpes gab es die Galettes. Eine Galette wird ähnlich wie ein Crêpe hergestellt, mit dem Unterschied, dass für den Teig Buchweizenmehl verwendet wird und diese Pfannkuchen herzhaft belegt werden.

Als weit verbreiteten Imbiss gibt es in der Bretagne die sog. Galette Saucisse. Als Pendant zur deutschen Currywurst ist das eine dicke grobe Bratwurst in Buchweizenpfannkuchen gehüllt. Das deutsche Schnitzel wäre in der Bretagne vielleicht Moules Frites?

Kouign amann – Bretonischer Butterkuchen

Sachkundige Genießer, die auf ihren Reisen durch die Bretagne gekommen sind, kennen ihn vielleicht. Der Kouign amann ist ein, aus einem Blätterteig gemachter Butterkuchen und ist eine weitere bretonische Spezialität. Bersteinfarbes Karamell umhüllt den kleinen runden Fladen und macht ihn zu einem leckeren Abschluss eines jeden Menüs.

In der bretonischen Sprache steht kouign für Kuchen und amann für Butter und wird nicht zwangsweise als Dessert gereicht. Den Kouign amann bekommen Sie fast in jeder Bäckerei, in Pâtisserien, auf Märkten und Festen. Folgen Sie nur dem Duft nach Butter und Karamell.

Bretonische Spezialitäten für Ihren Urlaub

Sie sehen, die Bretagne bietet seinen Besuchern eine vielfältige Küche, in der Fisch und Meeresfrüchte eine große Rolle spielen. Aber auch Fleisch wird verwendet z. B. im Kig Ha Farz, einem Bauern Eintopf. Fisch und Fleisch kombinieren die Bretonen mit regional angebautem Gemüse wie Blumenkohl, Zwiebel Artischocken, Sand-Karotten, Kartoffel nicht zu vergessen die Algenküche.

Bretonische Spezialitäten bedienen alle Geschmackstypen und sorgen mit ihren kulinarischen Besonderheiten immer wieder für Überraschungen, die es zu entdecken lohnt.

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Ben Schreck

Fotograf, Gartengestalter, Webdesigner, Naturbegeisterter, Reiseblogger

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